KI-Tools-Kompass

E-Mail-Marketing-Tools Vergleich 2026: Welches Newsletter-Tool passt zu dir als Selbstständiger?

Transparenz · enthält Affiliate-Links (Werbung)

Stand: 26. Oktober 2026 · Geprüft von APASO Consulting GmbH

Deine E-Mail-Liste ist das einzige Publikum, das dir wirklich gehört. LinkedIn kann seine Reichweite drosseln, Google kann dich nach hinten sortieren – aber wer sich für deine Mails eingetragen hat, erreichst du direkt. Dafür brauchst du ein E-Mail-Marketing-Tool. Und genau da beginnt die Qual der Wahl: Gratis-Tarife mit Haken, Preismodelle nach Kontakten oder nach Mails, englische Oberflächen, Datenschutzfragen.

Dieser Vergleich schaut auf vier Tools, die für Selbstständige im DACH-Raum realistisch in Frage kommen: MailerLite, Brevo, CleverReach und KlickTipp. Die Preise und Limits stammen von den Seiten der Anbieter (Stand Oktober 2026). Mit MailerLite arbeiten wir selbst – die kostenlose Checkliste auf dieser Website läuft darüber. Die anderen drei Tools haben wir nicht im Dauereinsatz getestet; dort beziehen wir uns auf die Angaben der Anbieter.

Die Kurzfassung: Welches Tool für welchen Zweck?

  1. MailerLite – wenn du kostenlos starten willst und eine aufgeräumte Oberfläche mit einfachen Automatisierungen suchst.
  2. Brevo – wenn du viele Kontakte, aber wenig Versand hast und die Kontaktzahl nichts kosten soll.
  3. CleverReach – wenn dir ein deutscher Anbieter mit deutscher Oberfläche schon im Gratis-Tarif wichtig ist.
  4. KlickTipp – wenn du Interessenten nach ihrem Verhalten automatisch unterschiedlich begleiten willst und im DACH-Raum verkaufst.

Vergleichstabelle: E-Mail-Marketing-Tools im Überblick

ToolGratis-TarifBezahlt abAnbieterStärke
MailerLite250 Abonnenten, 2.500 Mails/Monat, 3 Automatisierungen12 $/Monat (Comfort)Litauen (EU)einfache Bedienung, Landingpage und Formulare inklusive
Brevo300 Mails pro Tag, Kontakte praktisch unbegrenzt9 $/Monat (Starter)Frankreich (EU)Preis nach Mailvolumen statt nach Kontakten
CleverReach250 Empfänger, 1.000 Mails/Monat, 1 Workflow (Lite)15 €/Monat (Basic, 500 Empfänger)Deutschlanddeutsche Oberfläche und Server in Deutschland/EU
KlickTippkein Gratis-Tarif30 €/Monat (Standard, bis 2.500 Kontakte)DeutschlandAutomatisierung mit Tags nach Klick- und Kaufverhalten

Alle Preise ohne Gewähr, Stand Oktober 2026, bei monatlicher Zahlung und kleiner Liste. Bei allen vier Anbietern ist die Jahreszahlung günstiger (meist rund 10 %). Die US-Dollar-Preise nennen die Anbieter selbst so; in Euro liegen sie ähnlich.

MailerLite: der aufgeräumte Gratis-Einstieg

MailerLite ist für viele der erste Newsletter-Anbieter, und das hat Gründe: Der Editor ist übersichtlich, Formulare und eine Landingpage sind schon im Gratis-Tarif dabei, und Automatisierungen lassen sich per Baukasten zusammenklicken. 2026 hat MailerLite seine Tarife umbenannt: Aus „Growing Business“ wurde Comfort (ab 12 $ im Monat), aus „Advanced“ wurde Power (ab 25 $ im Monat). Der Gratis-Tarif erlaubt laut Preisseite bis zu 250 Abonnenten, 2.500 Mails im Monat, 3 aktive Automatisierungen mit bis zu 5 Schritten, 3 Formulare und eine Landingpage. Das MailerLite-Logo bleibt im Gratis-Tarif in jeder Mail.

Aus unserer eigenen Praxis: Im Gratis-Tarif ließ sich die Bestätigungs-Mail des Double-Opt-in bei uns nur auf Englisch verschicken und nicht frei umformulieren. Wir haben das mit einem kurzen Hinweis unter dem Anmeldeformular gelöst („kurze Bestätigungs-Mail auf Englisch, einfach Button klicken“). Wer eine deutsche Bestätigungs-Mail will, braucht dort einen bezahlten Tarif.

Gut für: deine erste Liste und eine kurze Willkommensstrecke – zum Beispiel einen Leadmagneten mit drei bis sieben Folgemails.

Achte auf: die 250-Abonnenten-Grenze. Sobald die Liste wächst, wird der Comfort-Tarif fällig, und die Mailzahl ist dort an deine Kontaktstufe gekoppelt.

Brevo: viele Kontakte, Preis nach Mailvolumen

Brevo (früher Sendinblue) rechnet anders als die meisten: Nicht die Zahl der Kontakte bestimmt den Preis, sondern die Zahl der Mails. Im Gratis-Tarif darfst du sehr viele Kontakte speichern, aber nur 300 Mails pro Tag versenden – nicht genutzte Mails verfallen. Der Starter-Tarif beginnt laut Brevo bei 9 $ im Monat, Standard bei 18 $. Das Brevo-Logo lässt sich im Starter-Tarif nur gegen Aufpreis entfernen. Neben E-Mails bietet Brevo auch SMS, WhatsApp und ein einfaches CRM.

Gut für: Selbstständige mit vielen Bestandskontakten (etwa aus Kundenlisten), die nur ab und zu einen Newsletter verschicken.

Achte auf: das Tageslimit. Eine Willkommensstrecke für 50 neue Leser am Tag plus ein Newsletter an die ganze Liste stoßen im Gratis-Tarif schnell an die 300er-Grenze. Und die vielen Zusatzfunktionen machen die Oberfläche voller als bei MailerLite.

CleverReach: der deutsche Anbieter mit Gratis-Tarif

CleverReach sitzt in Rastede in Niedersachsen, ist seit 2007 am Markt und gibt an, Daten auf Servern in Deutschland und der EU zu verarbeiten. Der Gratis-Tarif heißt Lite: bis zu 250 Empfänger, 1.000 Mails im Monat, ein Automatisierungs-Workflow. Werbefreie Newsletter gibt es ab Basic (15 € im Monat bei 500 Empfängern), unbegrenzte Workflows und A/B-Tests ab Pro (18 € im Monat bei 500 Empfängern).

Gut für: alle, die Wert auf einen deutschen Ansprechpartner und eine durchgehend deutsche Oberfläche legen und mit einem einfachen Newsletter starten.

Achte auf: Im Gratis- und im Basic-Tarif gibt es nur einen Automatisierungs-Workflow. Wer eine Willkommensstrecke und eine zweite Strecke (etwa für Käufer) braucht, landet direkt bei Pro.

KlickTipp: Automatisierung nach Verhalten

KlickTipp ist der bekannteste deutsche Anbieter für E-Mail-Marketing-Automatisierung. Statt fester Listen arbeitet KlickTipp mit Tags: Wer sich für die Checkliste einträgt, bekommt den Tag „Checkliste“. Wer in Mail 4 auf den Link zum Funnel-Tool klickt, bekommt „Interesse Funnel“ – und automatisch eine andere nächste Mail als jemand, der nicht geklickt hat. So begleitest du Interessenten passend zu dem, was sie wirklich interessiert.

Die Tarife laut Preisseite: Standard 30 € im Monat (bis 2.500 Kontakte, 3 automatisierte Kampagnen, 3 Landingpages), Premium 50 € (bis 5.000 Kontakte, 6 Kampagnen, mit Schnittstelle/API), Deluxe 70 € (bis 7.500 Kontakte, 10 Kampagnen). Bei Jahreszahlung gibt es 10 % Rabatt, bei zwei Jahren 20 %. Einen Gratis-Tarif oder eine Testphase gibt es nicht; stattdessen wirbt KlickTipp mit einer Geld-zurück-Garantie – lies die genauen Bedingungen vor der Bestellung.

Gut für: Selbstständige, deren Website schon steht und deren Umsatz zu einem großen Teil über E-Mails entsteht – etwa mit mehreren Angeboten, Webinaren oder Kursen.

Achte auf: Für eine Liste mit 30 Lesern ist KlickTipp überdimensioniert. Die Stärke spielt das Tool aus, wenn du genug Kontakte und mehr als ein Angebot hast. Die Schnittstelle (etwa für n8n oder Zapier) gibt es erst ab Premium.

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Was ein E-Mail-Tool für Selbstständige wirklich können muss

Die Feature-Listen der Anbieter sind lang. Für den Alltag eines Selbstständigen zählen fünf Punkte:

  1. Double-Opt-in: Jede Anmeldung muss per Bestätigungslink bestätigt werden, damit du die Einwilligung nachweisen kannst. Alle vier Tools bieten das – prüfe aber, ob die Bestätigungs-Mail in deinem Tarif auf Deutsch geht.
  2. Automatisierte Willkommensstrecke: Mindestens eine Strecke, die nach der Anmeldung automatisch läuft. Das schaffen alle vier, die Gratis-Tarife allerdings mit engen Grenzen.
  3. Formular für die eigene Website: Ein einbettbares Anmeldeformular, das ohne Programmierkenntnisse funktioniert.
  4. Vertrag zur Auftragsverarbeitung: Du verarbeitest personenbezogene Daten über einen Dienstleister – dafür brauchst du einen AV-Vertrag, den alle seriösen Anbieter bereitstellen.
  5. Export: Deine Kontakte müssen sich jederzeit vollständig exportieren lassen, damit du nicht gefangen bist.

Alles darüber hinaus – Heatmaps, KI-Betreffzeilen, SMS – ist nett, aber für die ersten hundert Leser selten entscheidend.

Entscheidungshilfe: Welches Tool solltest du wählen?

Du willst neue Anmeldungen zusätzlich automatisch weiterverarbeiten, etwa in eine Tabelle oder dein CRM? Wie das mit wenig Aufwand geht, zeigen wir in „n8n für Selbstständige“.

Die 3 häufigsten Fehler bei der Wahl des E-Mail-Tools

  1. Nach Funktionen statt nach Ablauf wählen: Erst festlegen, welche Strecke du brauchst (Anmeldung → Willkommensmails → Angebot), dann das Tool, das genau das in deinem Budget kann.
  2. Die Gratis-Grenzen übersehen: 250 Abonnenten oder 300 Mails am Tag klingen viel, bis die erste Aktion läuft. Rechne vorher durch, wann du in den bezahlten Tarif rutschst und was das kostet.
  3. Zu früh zu groß: Ein Tool für 70 € im Monat bringt nichts, solange kein Leser auf der Liste steht. Die Liste wächst durch Inhalte und einen guten Leadmagneten, nicht durch Software.

Häufige Fragen

Welches E-Mail-Marketing-Tool ist für Selbstständige am besten?

Für den Start mit wenigen hundert Kontakten reicht ein Gratis-Tarif wie MailerLite, Brevo oder CleverReach Lite. Wer Interessenten nach ihrem Klickverhalten automatisch unterschiedlich begleiten will und im DACH-Raum verkauft, ist mit einem tagbasierten Tool wie KlickTipp besser bedient.

Gibt es ein kostenloses Newsletter-Tool mit Automatisierung?

Ja. MailerLite Free erlaubt bis zu 250 Abonnenten, 2.500 E-Mails im Monat und 3 aktive Automatisierungen. Brevo Free erlaubt 300 E-Mails pro Tag, CleverReach Lite 250 Empfänger, 1.000 E-Mails im Monat und einen Automatisierungs-Workflow (Stand Oktober 2026).

Brauche ich ein deutsches Double-Opt-in?

Ein Double-Opt-in ist im DACH-Raum Standard, damit du die Einwilligung nachweisen kannst. Eine deutschsprachige Bestätigungs-Mail ist nicht vorgeschrieben, senkt aber die Hürde für deine Leser. Prüfe vor der Wahl, ob dein Tarif die Bestätigungs-Mail auf Deutsch zulässt.

Was kostet ein E-Mail-Marketing-Tool im Monat?

Die Gratis-Tarife kosten 0 €. Bezahlte Einstiegstarife liegen bei rund 9 bis 18 $ bzw. 15 bis 18 € im Monat für kleine Listen; KlickTipp startet bei 30 € im Monat für bis zu 2.500 Kontakte. Stand Oktober 2026, maßgeblich sind die Angaben der Anbieter.

Kann ich später das E-Mail-Tool wechseln?

Ja. Kontakte lassen sich exportieren und importieren, bestätigte Einwilligungen solltest du mit Datum und Quelle mitnehmen. Aufwendig ist vor allem der Neubau der Automatisierungen und Formulare – deshalb lohnt es sich, die Strecke schlank zu halten.

Bevor du ein Tool einrichtest: Hol dir unsere kostenlose KI-Tools-Checkliste für Selbstständige – mit 25 geprüften Tools und einem 7-Tage-Plan, welche Abläufe sich in deinem Business zuerst lohnen. Oder finde mit dem KI-Tool-Finder in drei Fragen das passende Werkzeug.

Transparenz-Hinweis: Dieser Artikel enthält Affiliate-Links (Werbung). Wenn du über diese Links ein Tool buchst, erhalten wir eine Provision – für dich ändert sich am Preis nichts. Für MailerLite, Brevo und CleverReach erhalten wir keine Provision. Preise und Leistungen ohne Gewähr, Stand Oktober 2026; maßgeblich sind die Angaben der Anbieter.